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Die Gesetzliche Rente ist dein Sicherheitsbaustein, andere private Renten lohnen sich für dich (wahrscheinlich) nicht.

Unser Navigator erfasst deine Altersvorsorgeverträge. So können wir dein Renteneinkommen schätzen. Erfahre hier, welche Rentenversicherun…

Letztes Update: 31.07.2024

Illustration zu Die Gesetzliche Rente ist dein Sicherheitsbaustein, andere private Renten lohnen sich für dich (wahrscheinlich) nicht.

Unser Navigator erfasst deine Altersvorsorgeverträge. So können wir dein Renteneinkommen schätzen. Erfahre hier, welche Rentenversicherung du tatsächlich brauchst.

Falls du derzeit nicht genug in eine Rente einzahlst, informiert dich unser Leitfaden Rente später noch ausführlicher über deine Möglichkeiten. Dieser Text fasst nur das allerwichtigste zusammen.

Gesetzliche Rentenversicherung

Wenn du angestellt bist, zahlst du sehr wahrscheinlich in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Diese wird einen bedeutenden Teil, vielleicht sogar den größten Teil, deines späteren Alterseinkommens ausmachen. Manche Angestellte sind stattdessen in berufsständischen Versorgungswerken versichert. Fakt ist, dass die Sozialversicherung in Deutschland Pflicht ist und du um diese erste Säule nicht herumkommst.

Auch Selbstständige sollten ernsthaft in Erwägung ziehen, sich freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung zu versichern. Unser finavi-Navigator hilft dabei, den optimalen Betrag für die Einzahlung zu ermitteln, um eine solide Altersvorsorge zu gewährleisten.

Es gibt das weitverbreitete Missverständnis, dass die gesetzliche Rente später nichts mehr zahlen wird. Das ist Unsinn. Allerdings wird sie wahrscheinlich nicht ausreichen, um deinen Lebensstandard im Alter zu sichern, weshalb zusätzliche Vorsorge notwendig ist. Das bedeutet Sparen und Investieren oder andere Vorsorgeangebote zu nutzen.

Ein einfaches Beispiel: Die Höhe deiner späteren Leistungen in der gesetzlichen Rente hängt von deinem Einkommen während des Arbeitslebens ab. Angenommen, du hast 40 Jahre zum Durchschnittslohn im Westen Deutschlands gearbeitet, der 2019 bei 39.301 € lag, dann kannst du derzeit mit einer monatlichen Rente von 1.367,60 € aus der gesetzlichen Rentenversicherung rechnen.

Davon gehen dann höchstwahrscheinlich noch Steuern und Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab. Das wird vermutlich nicht ausreichen. Auch wenn die Rente manchmal als veraltet erscheint und es dauern kann, bis man eine Antwort bekommt, kannst du dich bei Fragen immer direkt an deine Ansprechpartner wenden und erhältst rechtssichere Auskünfte.

Renteninformation regelmäßig prüfen: Nutze die Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherung und andere Quellen, um regelmäßig deine Ansprüche und mögliche Rentenhöhen zu überprüfen und anzupassen. Diese regelmäßigen Checks helfen dir, auf dem Laufenden zu bleiben und gegebenenfalls deine Strategie anzupassen.

Nutzung von betrieblicher Altersvorsorge (Angestellte)

Wenn du das Glück hast, dass dein Arbeitgeber eine betriebliche Rente komplett für dich finanziert, solltest du diese Möglichkeit unbedingt nutzen. Auch hier helfen dir die Versicherer oft weiter, und du kannst einfach selbst überschlagen, wie hoch deine spätere betriebliche Rente ungefähr sein wird, sobald du deinen ersten Rentenbescheid aus dieser betrieblichen Rente erhalten hast.

Oft bedeutet die betriebliche Rente jedoch, dass du einen Teil deines Bruttogehalts in die Betriebsrente steckst und darauf heute keine Steuern und Sozialabgaben zahlst. Diese Betriebsrenten müssen später dann versteuert werden, wobei dein persönlicher Steuersatz im Alter wahrscheinlich niedriger ist. Eine generelle Empfehlung ist hier schwierig, daher kann es hilfreich sein, sich umfassend zu informieren. Finanztip.de bietet hierzu einen detaillierten Überblick.

Private Vorsorgeprodukte kritisch prüfen

Die private Altersvorsorge umfasst alle Maßnahmen, die nicht unter gesetzliche oder betriebliche Vorsorge fallen. Dazu gehören auch Riester-Renten oder nicht geförderte private Rentenversicherungen sowie andere Bank- und Börsenprodukte. Ein kurzer Überblick zeigt, warum ich mich momentan für oder gegen bestimmte Produkte entscheide.

Die Riester-Rente muss überarbeitet werden: Vor der Coronakrise hätte ich empfohlen, die staatliche Förderung und steuerlichen Erleichterungen mitzunehmen und einen günstigen Riester-Vertrag abzuschließen, der in Indexfonds (ETFs) investiert. Mit der Coronakrise hat sich jedoch gezeigt, dass die Riester-Beitragsgarantie mit Renditechancen schwer vereinbar ist. Das Konzept ist so nicht krisensicher. Momentan würde ich erst einmal mit dem Abschluss warten, bis die Riester-Rente überarbeitet wird, hoffentlich in der nächsten Legislaturperiode.

Bei anderen privaten Rentenversicherungen, die nicht gefördert sind, müssen die Ertragschancen stimmen. Ein Nachteil ist oft, dass du nicht (oder nur unter Verlusten) an dein Geld kommst, wenn du es für größere Anschaffungen wie eine Immobilie benötigst. Viele Versicherungsverträge bieten derzeit wenig. Sollte sich das Zinsumfeld ändern, könnte sich das ändern, aber mittelfristig ist damit nicht zu rechnen.

Von den Erträgen, die eine Versicherung erwirtschaftet, muss sie selbst auch wirtschaften. Das bedeutet, dass die ohnehin mageren Erträge bei niedrigen Aktienanteilen durch die Kosten der Versicherung weiter gemindert werden. Ein offenes Geheimnis ist: Vermögensaufbau beruht auf Zinseszinsen.

Ein Beispiel: Wenn du einmalig 1.000 € über 20 Jahre anlegst und die Versicherung eine Rendite von 3 Prozent erwirtschaftet, erhältst du etwa 1.820 €. Betragen die Kosten der Versicherung 1 % pro Jahr, bleiben nach 20 Jahren nur noch 1.491 € für dich übrig – die restlichen Erträge gehen an die Versicherung. Deine Erträge sind damit über 40 Prozent niedriger, obwohl die Kosten der Versicherung nur 1 Prozent pro Jahr betragen.

Für die meisten Berufseinsteiger ist es derzeit eine bessere Alternative, regelmäßig Geld in einen günstigen Indexfonds (Aktien-ETFs) zu investieren und die Zinseszinsen langfristig für sich arbeiten zu lassen.

Die Rürup-Rente ist für Selbstständige ebenfalls eine Option, sollte jedoch eher als zweite Wahl betrachtet werden, da sie weniger flexibel ist und keine Möglichkeit der vorzeitigen Kapitalauszahlung bietet.


Je früher du dich um deine finanzielle Zukunft kümmerst, umso entspannter wird der Rest deines Lebens.

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